Über SWABIK

Medizinische Bildern spielen eine wichtige rolle bei der quantitativer Messungen für den klinischen Studien. DICOM wird sowohl für den Austausch von medizinischen Bildern in der klinischen Behandlungsroutine genutzt als auch im Bereich der Forschung. DICOM-Datenträger, häufig auch Patienten-CD/DVD genannt, werden dabei immer häufiger als Transportmedien eingesetzt. Während in der klinischen Versorgung gewöhnliche Patientenbilder darauf zwischen verschiedenen Akteuren der Behandlungskette ausgetauscht werden, befinden sich in der Forschung üblicherweise anonymisierte Bilder auf den Datenträgern, die zwischen den an einer Studie beteiligten Forschungszentren verschickt werden.

In klinischen Studien müssen identifizierende Patienteninformationen aus den Bildern entfernt werden. DICOM besitzt jedoch einen Mechanismus, um weiterhin Bilder zu kennzeichnen, die von einem einzelnen Patienten stammen. Dafür werden die Patienteninformationen ersetzt durch ein "clinical trial subject". Abhängig von der jeweiligen Studie müssen einige Daten jedoch (z. B. das Alter des Patienten) in den Bilddatensätzen verbleiben, um die Studie sinnvoll durchführen zu können.

Das Projekt SWABIK setzt sich zum Ziel, den Austausch von DICOM-Datenträgern im Bereich der klinischen Forschung zu fördern. Dazu werden im Projekt Best-Practice-Leitfäden entwickelt und standardisierte Software-Werkzeuge erstellt, mit deren Hilfe Daten für klinische Studien auf Patienten-CDs/DVDs exportiert werden können. Dazu werden die DICOM-Daten pseudonymisiert und intern entsprechend den Studienvorgaben gekennzeichnet. Zudem wird eine Software entwickelt, die solche Datenträger beim Empfänger wieder einlesen kann. Zusätzlich wird es auf beiden Seiten möglich sein, die Qualität (DICOM-Standardkonformität) des Datenträgers zu prüfen und die Ergebnisse in verständlicher und vollständiger Weise anzuzeigen. Damit soll zum einen die Qualität der Datenträger beim Erzeuger gewährleistet  und dem Empfänger eine Möglichkeit an die Hand gegeben werden, Fehler, die zum fehlerhaften Datenimport führen können, ausfindig zu machen und dem Erzeuger/Hersteller der CD mitzuteilen. Insgesamt wird das Projekt also wertvolle Hilfsmittel liefern, um DICOM-CDs/DVDs für die klinische Forschung in hoher Qualität austauschen zu können.

SWABIK wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)und wird unterstützt von zwei Organisationen: Zum einen der Arbeitsgruppe IT (AGIT) der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und zum anderen von den Koordinationszentren für Klinische Studien (KKS). Die AGIT konzentriert sich auf die Unterstützung, die Entwicklung und die Verbreitung von Standards und Empfehlungen für den Informationsaustausch und Arbeitfluß in der Radiologie, inklusive DICOM und IHE (Integrating the Healthcare Enterprise).

Die KKS ist ursprünglich vom BMBF initiiert worden und hat sich zum Ziel gesetzt, die Kompetenz im Bereich klinischer Studien in Deutschland weiter zu entwickeln und die Qualität der patientenorientierten klinischen Forschung zu verbessern.