Pressmitteilung

 

Start des Projekts SWABIK

01.09.2010

Anfang September 2010 wurde in OFFIS das Projekt “SWABIK” gestartet, das den Austausch von CDs bei der Durchführung von klinischen Studien erleichtern soll.

Medizinische Bilder werden im Rahmen klinischer Studien üblicherweise zwischen den beteiligten Institutionen auf CDs ausgetauscht. Diese CDs müssen weltweit den Anforderungen des DICOM Standards (Digital Imaging and Communication in Medicine) genügen, der sowohlim normalen Behandlungskontext als auch in der klinischen Forschung bei der Durchführung von klinischen Studien Anwendung findet. Klinische Studien werden z. B. durchgeführt, um die Wirksamkeit neuer Medikamente zu prüfen. Im Behandlungszusammenhang werden Informationen zum Patienten wie Patientenname und Geburtsdatum sowie weitere Daten unsichtbar in jeder Bilddatei mit abgelegt. DICOM definiert jedoch bestimmte Regeln, um den Schutz der Patientendaten in klinischen Studien zu gewährleisten. So müssen identifizierenden Patientendaten entweder ersetzt oder entfernt werden. Dagegen müssen aber je nach Studie bestimmte Informationen erhalten bleiben (z. B. das Patientenalter), die eine sinnvolle Auswertung erst ermöglichen.

Das Forschungsprojekt "SWABIK" wurde am 1. September 2010 in OFFIS gestartet. Das Projekt läuft über zwei volle Jahre und wird durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01 EZ 1023) gefördert. SWABIK steht für "Software-Werkzeuge für den Austausch von Bilddatenträgern in der klinischen Forschung". Das Projekt zielt darauf ab den Austausch von medizinischen Bildern auf DICOM-Datenträgern zu unterstützen, um die Effizienz und Effektivität in der klinischen Forschung zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, plant OFFIS Best-Practice-Leitfäden für den Umgang mit DICOM-Datenträgern in der klinischen Forschung zu entwickeln sowie standardisierte Software-Werkzeuge für das Erstellen und Einlesen von pseudonymisierten DICOM-Datenträgern zu entwickeln. Zudem soll eine Test-Software entstehen, mit der solche Datenträger auf etwaige Fehler untersucht werden können, die zu Problemen beim Einlesen führen könnten. Die Testergebnisse werden aufbereitet und Ärzten, Krankenschwestern oder auch Service-Technikern in einer geeigneten Darstellung präsentiert.

SWABIK wird von der Arbeitsgemeinschaft für Informationstechnologie (AGIT) der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und durch die Koordinierungszentren für Klinische Studien (KKS-Netzwerk) unterstützt. Diese Organisationen steuern ihre praktischen Erfahrungen in  der Durchführung klinischer Studien bei. Insgesamt wird das Projekt  helfen, Effektivität und Effizienz beim Austausch von medizinischen Bildern in der klinischen Forschung und insbesondere bei der Durchführung klinischer Studien zu steigern.